Programm / Programm / Kultur, Kreativität, Handwerk / Kunst, Kunstgeschichte
Programm / Programm / Kultur, Kreativität, Handwerk / Kunst, Kunstgeschichte

Anmeldung möglich Schlössertour Besuch der Schlösser Neuenheerse und Wendlinghausen (172-18150)

Do. 05.10.2017 7:30 - 18:30 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz hinter der Werretalhalle
Dozentin: Waltraud Troche

Zwei wenig bekannte Kleinode sind das Ziel dieser Tagesexkursion. Am Vormittag wird Schloss Neuenheerse bei Bad Driburg besucht. 868 als Damenstift vom Bischof von Paderborn errichtet, wurde die Anlage schon 871 unter die Schirmherrschaft des Reiches gestellt und später zum Kaiserlichen Freiweltlichen Hochadeligen Damenstift Heerse. Seit 1810 in privater Hand erwarb im Jahr 1989 der Honorargeneralkonsul Schröder das Schloss, ließ es aufwändig renovieren und machte seine private Sammlung, die über Jahrzehnte aus weltweiten Aufenthalten zusammengetragen wurde, der Öffentlichkeit zugänglich. So beherbergt das Wasserschloss heute das "Internationale Museum für Naturkunde, Ethnographie, Völkerkunde und Europäisches Kulturgut". Und auch der Schlosspark beeindruckt: Hier steht die aus dem frühen 12. Jahrhundert stammende Stiftskirche St. Saturnina, die auch als Eggedom bezeichnet wird und deren Brunnen im Innern in Belagerungszeiten zum Überleben der Einwohner von Heerse diente.
Nach einer anschließenden Stärkung bei einem ausgedehnten Frühstück im Landgasthof Ikenmeyer steht am Nachmittag das Wasserschloss Wendlinghausen auf dem Programm. Das Schloss wurde im Stil der Weserrenaissance Anfang des 17. Jahrhunderts von Hilmar von Münchhausen errichtet und nie einem Zeitgeschmack entsprechend umgebaut. Hilmar von Münchhausen war der Ahne des berühmten Lügenbarons, der wegen seiner Erzählkunst gerngesehener Gast auf Schloss Wendlinghausen war und dort ein eigenes Gästezimmer hatte. Das Schloss wurde von 2001 bis 2003 von den Nachfahren des Erbauers, der Familie von Reden, umfassend restauriert. Ein besonderer Anziehungspunkt des Schlosses ist außerdem der im englischen Stil angelegte Park, der wegen seiner botanischen Besonderheiten im "European Garden Heritage Network" geführt wird und zu den bedeutendsten Gartenlandschaften Ostwestfalens zählt.
Im Reisepreis sind die Kosten für Busfahrt, Frühstück im Gasthof Ikenmeyer, Führungen und Reiseleitung enthalten.

Kurs fast ausgebucht Adventsidylle in Braunschweig Exkursion mit Stadtführung und Besuch des Weihnachtsmarktes (172-18158)

Do. 07.12.2017 7:50 - 20:00 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz hinter der Werretalhalle
Dozentin: Waltraud Troche

Die diesjährige Adventsfahrt führt nach Braunschweig, der Stadt Heinrichs des Löwen. Der mächtige romanische Dom, der 1188 unter seiner Regentschaft fertiggestellt wurde, einen Steinwurf entfernt die Burg Dankwarderode aus dem 11. Jahrhundert, die Löwensäule Heinrichs des Löwen am Domplatz als Wahrzeichen Braunschweigs und die vom Krieg verschonten Fachwerkhäuser der einstmals größten Fachwerkstadt Deutschlands bilden die stimmungsvolle Kulisse für den Weihnachtsmarkt seit 500 Jahren. Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. das Herzog Anton Ulrich Museum, das - 1754 eröffnet - heute zu den bedeutendsten Kunstmuseen in Deutschland zählt, das mittelalterliche Rathaus, das Gewandhaus, das Waag- und Speicherhaus, das Haus der Hanse oder auch das anlässlich der Weltausstellung 2000 entworfene und farbenfroh bemalte Haus des New Yorker Popart Künstlers James Rizzi, "Happy Rizzi Haus" genannt.
Doch bevor Sie am frühen Nachmittag im Rahmen einer Stadtführung viel Wissenswertes über die Stadt an der Oker erfahren und durch die historischen Gassen Braunschweigs schlendern und bevor Sie am Nachmittag über den idyllischen Weihnachtsmarkt bummeln können, wird zu einem ausgedehnten Frühstück in das Rittergut Oberg in Ilsede bei Peine eingekehrt. Das Gut wurde bereits 1152 erwähnt und zählte auch zu den Besitztümern Heinrichs des Löwen; der Gewölbekeller des Gutes zählt zu den ältesten des Landes Niedersachsen und ein berühmter Ahne des Rittergutes war Eilhardt von Oberg, der als erster das Liebesepos "Tristan und Isolde" in deutscher Sprache verfasste.
Im Reisepreis sind die Kosten für Busfahrt, Frühstück im Rittergut Oberg, Stadtführung und Reiseleitung enthalten.

Zwei außergewöhnliche Ausstellungen im Städel zählen zu den besonderen Kunst- Highlights 2017 und sind Zile einer eintägigen Tagesfahrt nach Frankfurt. Im Jubiläumsjahr jährt sich der Todestag der berühmten Frankfurterin Maria Sibylla Merian (1647-1717) zum 300. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Städel Museum in Zusammenarbeit mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin die Ausstellung "Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes". Sie widmet sich der Blumendarstellung in Zeichnungen und Druckgrafiken vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Maria Sibylla Merian - Kupferstecherin, Blumen- und Insektenmalerin, Naturforscherin und Forschungsreisende - steht im Zentrum dieser Präsentation. In der Tradition von Florilegien (Blumenbüchern) und Tulpenbüchern ausgebildet, entwickelte sie sich zu einer Naturforscherin. Die Ergebnisse ihrer Forschungen publizierte sie in illustrierten Büchern mit Kupferstichen und Radierungen sowie in Deckfarbenzeichnungen von höchster Qualität.
Gleichzeitig feiert das Städel zwei herausragende französische Künstler. Wer sich im November ans warme Mittelmeer sehnt, für den haben wir zumindest gute Aussichten: Die Künstlerfreunde Henri Matisse und Pierre Bonnard bringen Südfrankreich ins Städel. "Es lebe die Malerei!" Vive la France! "Es lebe die Malerei!" - mit diesem programmatischen Ausruf begründete Henri Matisse (1869-1954) einen Briefwechsel mit seinem Kollegen Pierre Bonnard (1867-1947). Es war der Beginn einer der produktivsten Künstlerfreundschaften der Moderne. Die Highlight-Ausstellung Matisse - Bonnard "Es lebe die Malerei!" eröffnet mit 100 Gemälden, Plastiken und Zeichnungen nicht nur einen künstlerischen Dialog, sondern bietet auch ganz neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die hochkarätigen Exponate umfassen Meisterwerke aus international bedeutenden Sammlungen wie dem Art Institute of Chicago, der Tate Modern in London, dem Museum of Modern Art in New York und dem Centre Pompidou in Paris. www.staedelmuseum.de
Die Gartenjournalistin und Buchautorin Anja Birne begleitet die Fahrt und wird nach der erfolgreichen Gartenreise nach Würzburg 2016 mit dem speziellen Programmpunkt Botanische Kunst während der Busreise das Thema der Geschichte der botanischen Kunst, also der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt, unterhaltsam vorbereiten. Im Museum sind Führungen für beide Ausstellungen gebucht. In der Pause bietet sich auf eigene Kosten der Besuch des Cafés und des Museums-Ladens an.
Im Reisepreis sind die Busfahrt, Reiseleitung, Eintrittsgelder und Führungen durch die beiden Ausstellungen enthalten.

Für jeden Kunstliebhaber ein "Muss" ist die aktuelle Ausstellung "Edouard Manet" im Von der Heydt-Museum, die im Rahmen dieser außergewöhnlichen Kunstexkursion nach Wuppertal am Vormittag auf dem Programm steht. Zeit seines Lebens war Edouard Manet (1832-1882) ein Einzelgänger, seine - oft rätselhaften - Werke faszinieren bis heute. Das Von der Heydt-Museum präsentiert das ganze Oeuvre des weltbekannten Künstlers, beginnend mit den ersten Versuchen als Schüler von Thomas Couture und endend mit den letzten so strahlenden Gartenbildern aus Rueil von 1882. Dabei steht das Verhältnis des Künstlers zur Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts im Zentrum der Ausstellung. Der Überblick über sein Werk umfasst u.a. Bilder seiner spanischen Phase, die bekannten Seestücke sowie seine späten Porträts und Figurenszenen; seine Bildkompositionen waren wegweisend und machten ihn zu einem Künstler, der Künstler bis heute inspiriert.
Am Nachmittag ist der Besuch des Skulpturenparks Waldfrieden vorgesehen - idyllisch gelegen über dem Tal der Wupper. Stetig ansteigend erstreckt er sich über eine Fläche von zwölf Hektar - schon auf den Wegeböschungen der Zufahrt werden einzelne Skulpturen Tony Craggs gezeigt. Geländegestaltung und Gartenanlage sind Teil des Gesamtkonzepts Waldfrieden, in deren Zentrum der Bau einer zweigeschossigen - nicht zugänglichen - Villa steht, die 1947 bis 1950 errichtet wurde und deren Außengestalt organisch in Landschaft und Naturraum eingefügt ist. Am Rand der großen Rasenfläche, die das Haus umgibt und an den Parkwald grenzt, entstand 2007 ein puristischer Glasraum, konzipiert für die Präsentation von Skulpturen, die nicht im Freien gezeigt werden können. Durch seine Transparenz aber stehen die Exponate in Beziehung zur umgebenden Natur und ihren Farb- und Lichtstimmungen.
Im Reisepreis sind die Busfahrt, Reiseleitung, Eintrittsgelder und Führungen enthalten.

Anmeldung möglich Kunstgespräch Künstler, Stile und Epochen von der Antike bis ins 21.Jahrhundert (172-33115)

Do. 12.10.2017 (18:00 - 19:30 Uhr) - Do. 14.12.2017, VHS, Werretalhalle, 1. UG, Raum C
Dozent: Dr. Torsten Otte

Unsere Reihe "Kunstgespräch" lädt Sie zu einer Gesprächsrunde zur bildenden Kunst ein und möchte Ihnen dabei einen Überblick über Künstler, Stile und Epochen der bildenden Kunst von der Antike bis zum 21. Jahrhundert vermitteln. Dieses Semester steht ganz im Zeichen der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im Rahmen der Veranstaltungen werden Kunstwerke erläutert und analysiert, Künstlerbiografien vorgestellt sowie Hinweise zu aktuellen Ausstellungen und Leseempfehlungen zur Vertiefung gegeben. Darüber hinaus sind Sie zur Diskussion eingeladen.