Programm / Programm / Politik, Gesellschaft, Umwelt / Politik, Zeitgeschehen
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Kurs abgeschlossen Donald Trump ist amerikanischer Präsident - und jetzt? Vortrag mit Diskussion (171-11101)

Di. 14.02.2017 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Gerald Baars

Selten hat eine Wahl in den USA so viel Interesse in der deutschen Öffentlichkeit gefunden wie die US Wahl 2016. Erstaunen über Bernie Sanders bei den Demokraten, Kopfschütteln über Donald Trump bei den Republikanern. Dabei müsste dieses Phänomen uns nicht so fremd sein. Wir haben ein Verhältniswahlrecht. Protestbewegungen können dadurch zu Protestparteien werden und über die prozentualen Stimmengewinne per Liste in die Parlamente einziehen. Ein Mehrheitswahlrecht wie in den USA macht dagegen neue Parteigründungen nahezu unmöglich. Denn selten gelingt es aus dem Stand, die Mehrheit in einer ausreichenden Zahl von Wahlbezirken zu gewinnen. So unterwandern die amerikanischen Protestbewegungen die beiden etablierten Parteien. Bernie Sanders repräsentierte erstaunlich erfolgreich den linken Flügel der Demokraten. Donald Trump profilierte sich bei den Republikanern als Fundamental-Kritiker der etablierten Politik. In Deutschland ist für diese Unzufriedenen das Sammelbecken die AfD geworden. In den USA die Tea Party Movement und als Gesicht dieser Fundamentalkritik der politisch unbeleckte Milliardär und TV-Serienstar Donald Trump. Jetzt ist er Präsident. Allerdings: Nur mit populistischen Wahl-Slogans kann er das wirtschaftlich und militärisch mächtigste Land der Welt nicht regieren. Was ist von ihm zu erwarten? Anfang Februar wird er seine erste Rede zur Lage der Nation gehalten haben. Die traditionelle "State of the Union Address" gibt Aufschluss über das politische Programm und die nächsten Ziele und Vorhaben eines Präsidenten. Dann wird deutlich, welchen Kurs Trump tatsächlich steuern will.
Den neuen Präsidenten und die Auswirkungen auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen versucht Gerald Baars zu erläutern, Gerald Baars, langjähriger ARD Studioleiter in New York, hat beide Kandidaten, Hillary Clinton und Donald Trump, auch persönlich kennen gelernt und journalistisch begleitet.

Zur Person: Gerald Baars, Jahrgang 1953, war langjähriger ARD-Korrespondent und von 2000 bis 2006 Leiter des ARD-Studios in New York. Er ist heute als Studioleiter des WDR in Dortmund tätig. Baars ist außerdem Leiter der German American Society in der Auslandsgesellschaft NRW.

Kurs abgeschlossen Dr. Michael Winterhoff: Mythos Überforderung - Vortrag mit Buchvorstellung (171-11104)

Do. 09.02.2017 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 1
Dozent: Dr. Michael Winterhoff

Der bekannte Psychologe Michael Winterhoff trifft mit seiner aktuellen Publikation "Mythos Überforderung" erneut den Nerv unserer Zeit. Unsere Gesellschaft ist im Dauerstress: Millionen Menschen fühlen sich erschöpft, ausgebrannt und leer. Michael Winterhoff konstatiert: Viele Erwachsene resignieren heute in unserer Gesellschaft, sie vermeiden es regelrecht, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und sich in der Erziehung durchzusetzen. Aber warum? Winterhoff‘s Diagnose: Es gelingt uns nicht mehr, uns wie Erwachsene zu verhalten. Abgrenzung, Übernahme von Verantwortung, klare Entscheidungen, langfristiges Denken: Fehlanzeige. Der Einzelne kann nicht mehr für sich selber sorgen und auch das Verhalten in Wirtschaft, Politik und Institutionen zeigt: Wir sind auf dem besten Weg in eine infantile Gesellschaft. Eine dramatische Entwicklung, der wir aber nicht tatenlos ausgeliefert sind; Michael Winterhoff zeigt auf, was wir gewinnen, wenn wir uns erwachsen verhalten.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Löhner Schulen, dem Löhner Jugendamt/Offener Ganztag und mit Unterstützung der Lions Club Löhne statt.

Zur Person: Dr. Michael Winterhoff, geb. 1955, Dr.med., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie in Bonn.
In bislang drei Bestsellern analysiert vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen die schwerwiegenden Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Reifeentwicklung junger Menschen und bietet Wege aus den durch die Reifedefizite verursachten Beziehungsstörungen an. Seine ersten "Tyrannen"-Bücher erreichten 2008 und 2009 zwischenzeitig Platz 1 und 2 der Spiegel-Bestseller-Listen.

Kurs abgeschlossen Ausfall Maria von Welser: Kein Schutz - nirgends Frauen und Kinder auf der Flucht

Di. 21.03.2017 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozentin: Maria von Welser

Die Veranstaltung fällt leider aus. Bereits erworbene Karten können bei der VHS Löhne zurückgegeben werden.

Die Flüchtlingskrise aus weiblicher Perspektive: Wo bleiben die Frauen und Kinder, die millionenfach beispielsweise aus dem nahen Osten fliehen?
Die vielfach ausgezeichnete Fernsehjournalistin, Publizistin und Autorin Maria von Welser ist dazu selbst in die Krisenregionen dieser Welt gereist (Syrien, Türkei, Libanon, Jordanien, Eritrea, Lesbos) und hat vor Ort recherchiert, warum die meisten Frauen buchstäblich auf der Strecke bleiben.
In ihrem Buch "Kein Schutz - nirgends" beschreibt Maria von Welser das Schicksal von Frauen und Kindern auf der Flucht. Denn: es erreichen uns zwar jeden Tag neue Bilder der Flüchtlingskrise - hunderte Menschen in
Schlauchbooten, lange Menschenkarawanen, heillos überfüllte Züge - was dabei aber auffällt: Die meisten Flüchtlinge auf diesen Bildern sind Männer. Doch die vielen Frauen und Kinder in den Flüchtlingslagern können nicht mehr weiter, aber auch nicht zurück. Weil sie sonst in den Bomben umkommen, verhungern oder vergewaltigt werden. Und wenn sie es doch übers Meer oder auf dem Landweg schaffen, sind viele traumatisiert - und manche von ihnen schwanger. Denn Schleuser verlangen als Bezahlung häufig mehr als Geld. Doch auch in den europäischen Erstunterkünften und in den Flüchtlingsheimen ist die Lage nicht unbedingt besser: Auch hier sind die Frauen oft nicht sicher, es kommt zu Übergriffen und zu sexueller Gewalt. Dabei wagen es die wenigsten Frauen sich zu wehren und die Übergriffe anzuzeigen. Auch aus der Angst heraus, abgeschoben zu werden.
Ein Beispiel: Seve ist Jesidin, sie ist vor der Terrormiliz Islamischer Staat aus dem Nordirak in die Türkei geflohen. Zu Fuß. Mit sieben Kindern. Ihr achtes Kind hat sie auf der Flucht geboren. Nun sitzt sie in einem türkischen Flüchtlingslager fest. Wie ihr geht es vielen Frauen, die Maria von Welser an der türkisch-syrischen Grenze und im Libanon getroffen hat: Sie haben nicht die finanziellen Mittel, einen Schleuser für den weiteren Weg nach Europa zu bezahlen. Wenn doch noch etwas Geld da ist, werden bevorzugt die jungen Männer auf die gefährliche Reise geschickt. Deren Chancen, dass sie in Europa Asyl und Arbeit erhalten, stehen besser. Alleingelassen mit ihren schrecklichen Erinnerungen bleiben die Frauen in den kargen Lagern zurück. Sie berichten vom Grauen des syrischen Bürgerkriegs und vom Terror des IS, erzählen davon, wie ihre Männer und Söhne ermordet wurden und ihre Töchter verschleppt.
Maria von Welser gibt diesen Frauen eine Stimme, sie schildert die Zustände und berichtet an diesem Abend auf der Basis ihres Buches von völlig erschöpften Asylsuchenden - sie erlebte aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft, die Hoffnung macht.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle Löhne und der Stadtbücherei Löhne statt.

Zur Person: Maria von Welser ist vielfach ausgezeichnete Fernsehjournalistin, Publizistin und
Autorin. Bekannt wurde sie als Redaktionschefin und Moderatorin des Frauenjournals ML – Mona Lisa,
das sie fast zehn Jahre lang leitete. 2001 ging sie als ZDF-Studioleiterin nach London. Von 2003 bis 2010
war sie NDR-Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg, von 2008 bis 2014 stellvertretende Vorsitzende
von UNICEF Deutschland, heute ist sie Mitglied des UNICEF-Komittees.

Kartenvorverkauf/Kartenreservierung unter Tel.: 05732 / 100588

Kurs abgeschlossen Islamischer Staat und Co. Profit, Religion und globalisierter Terror Vortrag mit Diskussion (171-11115)

Mi. 01.03.2017 19:00 - 20:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Prof. Dr. Werner Ruf

Geostrategische Erwägungen und die Kontrolle von Öl und Gas bestimmen seit dem 19. Jahrhundert die Interessen der großen Mächte im Nahen Osten. Mit dem »arabischen Frühling« schienen sich die Hoffnungen der Menschen auf ein Leben in Würde zu erfüllen. Doch der Sturz säkularer Diktatoren mündete in Staatszerfall, Aufstieg des politischen Islam und unverhohlene Hegemonialpolitik der Staaten am Golf, allen voran Saudi-Arabien. Ausgetragen werden die Konflikte mit Hilfe privater Akteure, unter denen der »Islamische Staat« sich dadurch auszeichnet, dass er sich von seinen Sponsoren weitgehend unabhängig gemacht hat. Religion wird instrumentalisiert zur Errichtung neuer Ordnungen und Machtstrukturen, die ethno-religiöse Säuberungen gigantischen Ausmaßes zur Folge haben. Kriminelle Ökonomien paaren sich mit religiös verbrämtem Fanatismus zu einer kaum noch kontrollierbaren Eigendynamik. Sie zu stoppen, bedingt die Austrocknung ihrer wirtschaftlichen Basis.
Im Rahmen seines Vortrages auf der Basis des Buches "Islamischer Staat und Co." (PapyRossa Verlag, 2016) erörtert der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner Ruf die skrupellosen Finanzierungspraktiken dieser dschihadistischen Organisation und zeigt die Zusammenhänge von Profit, Religions und globalisierten Terror auf.
Der Vortrag findet in Kooperation mit Arbeit und Leben/DGB-VHS im Kreis Herford und mit Unterstützung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt.

Zur Person: Prof. Dr. phil. Werner Ruf (Jg.1937) studierte Politikwissenschaft und Soziologie, Romanistik und Geschichte in Freiburg, Paris, Saarbrücken und Tunis und promovierte 1976 an der Univeristät Freiburg. In den 1960er und 1070er unternahm er im Rahmen von Forschungsvorhaben der DFG mehrjährige Forschungsaufenthalte in Nordafrika. Nach Lehrtätigkeiten in den USA und Frankreich übernahm er 1974 eine Professur für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen, von 1982 bis 2003 war er Professor für Internationale und Intergesellschafltliche Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Kassel. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Politik, Wirtschaft und sozialer Wandel in Nordafrika und im Nahen Osten, die Dritte-Welt-Forschung, die Friedens- und Konfliktforschung sowie der Politische Islam.

Kurs abgeschlossen Die extreme Rechte in OWL Vortrag mit Diskussion (171-11120)

Di. 04.04.2017 19:00 - 20:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozent: Frederic Clasmeier

In den letzten Jahren hat sich die Diskussion um Flucht und Asyl verschärft. Rassistische und rechte Positionen werden wieder offen auf der Straße, in Talkshows und in den Parlamenten vertreten. Auch in OWL gibt es vermehrt rassistische Übergriffe und Neonazis versuchen, ihre Strukturen in der Region auszubauen und in die Öffentlichkeit zu treten. Doch von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt bestehen in OWL schon seit Jahrzehnten kontinuierlich extrem rechte Organisationen und Strukturen.
Der Vortrag wirft Schlaglichter auf die Strukturen und Aktivitäten der extremen Rechten in OWL; Referent ist Frederic Clasmeier, Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Arbeit und Leben, DGB - VHS im Kreis Herford und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt.

Kurs abgeschlossen Christlich-islamischer Gesprächsabend Thema: Pilgern in Islam und Christentum - Die Pilgerfahrt nach Mekka (171-11182)

Mi. 08.02.2017 19:00 - 21:15 Uhr, DITIP-Moschee, Werster Straße,zwischen Nr. 62 u. 64
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

Thema: "Pilgern in Islam und Christentum - Die Pilgerfahrt nach Mekka"

In diesem Frühjahr ist als Oberthema der Christlich-Islamischen Dialogabende das Thema "Pilgern im Islam und Christentum“ vorgesehen.
Pilgern hat in unserer heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewonnen, egal, ob religiös motiviert oder als Weg zur Selbstfindung, Erholung und Entspannung. Doch wo sind die Wurzeln des Pilgerns? Diese Frage führt zu den religiösen Ursprüngen, denen in Islam und Christentum nachgespürt werden soll. Ist im Islam die Pilgerreise nach Mekka bis heute religiöse Pflicht, so hat sich dies im Christentum nach der Reformation geändert: Für Protestanten ist Pilgern eine gänzlich freiwillige Sache, und auch im Katholizismus besteht die Tendenz zur Freiwilligkeit. An zwei Abenden soll über die Bedeutung des Pilgerns gesprochen werden.
Der erste Abend beschäftigt sich mit der Pilgerfahrt nach Mekka. Die Referentin Ayse Teker wird in das Thema einführen, und in der anschließenden Diskussion soll die Möglichkeit für Fragen und einen Austausch eigener Erfahrungen geben. An einem weiteren Abend soll dem christlichen Pilgern anhand der Pilgerreise nach Rom nachgegangen werden.

Kurs abgeschlossen Christlich-islamischer Gesprächsabend Thema: Pilgern in Islam und Christentum - Die Pilgerfahrt nach Rom (171-11183)

Mi. 17.05.2017 19:00 - 21:15 Uhr, VHS, Werretalhalle, 1. UG, Raum B
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

In diesem Frühjahr ist als Oberthema der Christlich-Islamischen Dialogabende das Thema "Pilgern im Islam und Christentum" vorgesehen.
Pilgern hat in unserer heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewonnen, egal, ob religiös motiviert oder als Weg zur Selbstfindung, Erholung und Entspannung. Doch wo sind die Wurzeln des Pilgerns? Diese Frage führt zu den religiösen Ursprüngen, denen in Islam und Christentum nachgespürt werden soll. Ist im Islam die Pilgerreise nach Mekka bis heute religiöse Pflicht, so hat sich dies im Christentum nach der Reformation geändert: Für Protestanten ist Pilgern eine gänzlich freiwillige Sache und auch im Katholizismus besteht die Tendenz zur Freiwilligkeit. An zwei Abenden soll über die Bedeutung des Pilgerns gesprochen werden. An diesem zweiten Abend soll dem christlichen Pilgern anhand der Pilgerreise nach Rom nachgegangen werden. Von dieser Basis aus wird dann das christliche Pilgern unserer heutigen Zeit erörtert werden.
Der Referent für diesen Abend wird kurzfristig über die Presse mitgeteilt werden.