Programm / Programm / Politik, Gesellschaft, Umwelt / Geschichte, Heimatkunde
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Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Was ist so interessant an Karl May? (172-12210)

Di. 21.11.2017 19:00 - 20:30 Uhr, Heimatmuseum
Dozent: Prof. Dr. Helmut Schmiedt

Karl May zu lesen - das war über Jahrzehnte hinweg bei unzähligen jungen Menschen des deutschen Sprachraums mehr oder weniger eine Selbstverständlichkeit. Die deutsche Gesamtauflage seiner Bücher liegt bei ca. 100 Millionen verkauften Exemplaren, die Weltauflage ist etwa doppelt so hoch. Was man hierzulande über die Indianer, den 'Wilden Westen‘ Nordamerikas und den Orient weiß bzw. zu wissen meint, wird immer noch in hohem Maße bestimmt durch das, was man über die Abenteuer erfährt, die ein deutscher Globetrotter unter den Namen Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi in verschiedenen Teilen der Welt erlebt. Sein bester Freund ist der Apachenhäuptling Winnetou, eine der populärsten Gestalten der deutschen Literaturgeschichte überhaupt. Mittlerweile hat Mays Popularität ihren Höhepunkt überschritten; von einem Liebling der lesenden Jugend kann man längst nicht mehr reden. Allerdings hat sich das Bewusstsein verfestigt, dass das Werk eines solchen Autors einen wichtigen Bestandteil der Kultur- und Literaturgeschichte bildet, und dementsprechend wird es seit einiger Zeit intensiv gewürdigt: in Ausstellungen und Tagungen, in wissenschaftlichen Publikationen und verschiedensten Formen der medialen Aufbereitung. Zwei Museen halten die Erinnerung an May wach, ein seit drei Generationen in Familienbesitz befindlicher Verlag lebt fast ausschließlich vom Verkauf seiner Werke, und eine der größten literarischen Gesellschaften in Deutschland widmet sich seiner Erforschung.
Der Vortrag wird einen Überblick zu den verschiedenen Facetten des Phänomens Karl May geben. Mays extrem verlaufene Lebensgeschichte kommt ebenso zur Sprache wie die - dem breiten Publikum wenig bekannte - Vielfältigkeit seines Werkes, außerdem die Wirkung, die nicht nur erfolgreiche Verfilmungen und Inszenierungen auf diversen Freilichtbühnen umfasst, sondern auch begeisterte Reaktionen bei prominenten Schriftstellern des 20. und 21. Jahrhunderts.

Zur Person: Prof. Dr. Helmut Schmiedt, geb. 1950, war 1995 - 2015 Professor für Germanistik: Neuere Literaturwissenschaft an der Universität in Koblenz. Zuvor hatte er an Hochschulen in Bonn, Hagen, Paderborn und Kassel gelehrt. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Literatur des 18. Jahrhunderts und die Unterhaltungsliteratur, wobei Karl May im Zentrum steht. Jüngste Buchpublikationen: Karl May oder Die Macht der Phantasie. Eine Biographie, München 2011; Friedrich Schiller, Marburg 2013; Ordnungswidrigkeiten. Aus dem Kuriositätenkabinett der Literatur- und Filmgeschichte, Marburg 2015. Schmiedt gehört dem Vorstand der Karl-May-Gesellschaft an und ist Mitherausgeber ihrer Jahrbücher.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Der Wilde Westen: Auswanderer und Reiseliteratur Museumsrundgang (172-12212)

Fr. 29.09.2017 19:00 - 20:00 Uhr, Heimatmuseum
Dozentin: Sonja Voss

Im 19. Jahrhundert interessieren sich die Menschen aus unterschiedlichsten Gründen für "die Fremde". Vor allem in der ersten Hälfte des Jahrhunderts wandern viele Menschen auch aus dem Kreis Herford in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus. Die Nachrichten der Ausgewanderten aus der neuen Heimat sorgen für Neugier bei den Daheimgebliebenen. Am Ende des 19. Jahrhunderts führen dann die neu gegründeten Kolonien bzw. "Schutzgebiete" zu einem steigenden Interesse an der großen weiten Welt, die durch die neuen Verkehrsmittel scheinbar immer kleiner wird. Auch die Literatur von Karl May zeugt von diesem Interesse. Auf einem Rundgang durch die Dauer- und die Sonderausstellung über Karl May im Heimatmuseum werden Reise-Träume und Wirklichkeit verbunden. Der Rundgang findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Luther. Sozial - Martin Luthers Sicht vom Wohl und Heil der Menschen. Vortrag (172-12225)

Mi. 29.11.2017 19:00 - 20:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozent: Dr. Christof Windhorst

In vielen Vorträgen und anderen medialen Beiträgen zum 500. Jubiläum der Reformation wird uns Martin Luther als Mönch und Mensch, als Prediger, Priester und Professor der Theologie, als Übersetzer der Bibel und Sprachschöpfer vorgestellt und nahegebracht. Dabei liegt naturgemäß das Gewicht auf dem theologisch-kirchlichen Ansatz seines Denkens, das den Weg der Kirche bestimmt und stets verändert. Davon wird man in keiner Betrachtung des Reformators absehen können!
Die Bibel selbst dient Luther als das große Beispielbuch allen menschlichen Lebens vor Gott - auch da, wo er über Politisches und Soziales schreibt und redet. Für ihn ist die biblische Theologie in der reformatorischen Fassung das Fundament allen Denkens und Handelns. Weil es dabei um den einzelnen und in Gemeinschaft lebenden realen Menschen geht, spielt dahinein immer auch die Frage nach den politischen, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen und Folgen für das Leben der Menschen.
Mit diesem Vortrag wird an den Faden der überwiegend theologie- und frömmigkeitsgeschichtlichen Überlegungen aus dem VHS-Vortrag im April 2017 zu "Martin Luthers Reformation" angeknüpft und das soziale Denken und Handeln des Theologen Martin Luther an Hand seiner Schriften beleuchtet. Welche Bedeutung hat in dieser "sozialen Frage" der christliche Glaube? Welche Rolle kommt dabei der Kirche zu? Wie weitgehend fordert Luther ihre soziale Verantwortung ein? Welche politischen und wirtschaftlichen Lebensbereiche liegen unbedingt in der Verantwortung des Staates? Das sind die Grundfragen, um die es gehen soll.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Geschichtswerkstatt Löhne: Der Geschichte auf der Spur (172-12232)

Mo. 25.09.2017 (17:00 - 18:30 Uhr) - Mo. 13.11.2017, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozent: Wolfhard Jording

Die Geschichte vor Ort aufspüren, Löhner Geschichte erinnern, bewahren und weitergeben - das ist Ziel der Geschichtswerkstatt. Sie richtet sich an alle Interessenten, die sich mit der Löhner Geschichte beschäftigen möchten und gemeinsam in spezifischen Arbeitsgruppen einzelne Aspekte der Löhner Geschichte vertiefen möchten (wie z.B. Nationalsozialismus und Kriegsende in Löhne, Entwicklung des Löhner Bahnhofs, Geschichte der Ulenburg oder Erforschung der eigenen Familiengeschichte). Es werden verschiedene methodische Herangehensweisen - wie Werkstattgespräche, Zeitzeugengespräche, Archivarbeit, wertschätzende Biographiearbeit - vorgestellt, die sich ergänzen und die nach individueller Vorliebe angewandt werden können. So werden durch Mitarbeit in der Geschichtswerkstatt kleinere oder größere Projekte umgesetzt mit dem Ziel, Löhner Geschichte zu erfassen und erfahrbar zu machen. Im Mittelpunkt der Arbeit der Geschichtswerkstatt in diesem Herbst steht die Vorbereitung der Ausstellung "Löhne in den 1950er Jahren", die im Frühjahr 2018 gezeigt werden soll.
Die Arbeit in der Geschichtswerkstatt lebt vom Interesse und den Beiträgen aller Teilnehmenden - bringen Sie gerne Ihre Fragen, Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen und Themen mit!
Die Geschichtswerkstatt ist eine Kooperation der Volkshochschule mit dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne und der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Erzählcafé: Darüber wurde nie gesprochen: "Wie wir heute über NS-Zeit, Krieg und Vertreibung sprechen können" (172-12234)

Do. 09.11.2017 15:00 - 16:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Sabine Lucia Müller

Erzählen, zuhören, erinnern, erfahren - wir laden Sie herzlich ein zum 5. Löhner Erzählcafé. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Erinnerung an damals wecken, mit Fotos und Erinnerungsstücken auf Spurensuche gehen und Lebenserfahrungen austauschen.
"Darüber wurde nie gesprochen": Diesmal soll es um ein Thema gehen, das bei vorherigen Erzählcafés immer mal angedeutet wurde: Erinnerungen an die NS-Zeit und der Umgang mit dieser Epoche. Viele, die in den 50ern jung waren, beschreiben die Nachkriegszeit als "großes Schweigen", unter dem sie litten. In manchen Familien oder Schulen kam das Thema dennoch zur Sprache. Indem wir Erinnerungen und heute Bekanntes austauschen, wollen wir über ein schwieriges Thema ins Gespräch kommen, das für die Teilnehmenden wertvoll ist.
Zum Erzählcafé sind Interessierte aller Generationen herzlich eingeladen - sei es, um selbst von Erlebnissen zu berichten oder auch nur, um den Erinnerungen anderer zu lauschen, um Bilder anzusehen (bringen Sie gern einige Fotos oder Erinnerungsstücke mit!) und ins Gespräch zu kommen. Begleitet und moderiert wird das Erzählcafé von Sabine Lucia Müller. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Spende für Kaffee und Kuchen wird erbeten.
Das Erzählcafé ist eine Kooperation der VHS Löhne mit dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne, der Evangelischen Erwachsenenbildung, dem Hospizkreis Löhne und der Stadtbücherei Löhne.

Plätze frei Ahnenforschung für Einsteiger/-innen (172-12240)

Di. 07.11.2017 (10:00 - 12:15 Uhr) - Di. 14.11.2017, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 3
Dozent: Thomas Kriete

Wer waren meine Vorfahren? Wo wohnten und wie lebten sie? An zwei Vormittagen wird Ihnen der Einstieg in die Ahnenforschung mit vielen Hinweisen und konkreten Beispielen erleichtert. Zunächst werden die Grundlagen für die Erstellung einer Ahnentafel vermittelt und die systematische Vorgehensweise zur Ermittlung der Vorfahren aufgezeigt.
Es sind nur wenige oder gar keine Familienunterlagen vorhanden? Joachim Kuschke, der Leiter des Löhner Stadtarchivs, wird die relevanten Bestände beschreiben sowie die Archivbenutzung erklären. Auch die weiteren für die Region zuständigen Archive werden vorgestellt und Recherchemöglichkeiten im Internet erläutert.
Der Referent Thomas Kriete, Mitglied der "Arbeitsgruppe Familienforschung Kreis Herford", ist seit vielen Jahren aktiver Ahnenforscher und kann aus praktischer Erfahrung berichten. Lassen Sie sich von der Ahnenforschung begeistern und starten Sie mit der Aufstellung Ihrer Vorfahren.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Plätze frei Tipps zur erfolgreichen Ahnenforschung (172-12245)

Di. 28.11.2017 18:00 - 20:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozent: Thomas Kriete

Sie benötigen individuelle Hilfestellung bei Ihrer Ahnenforschung? In welchem Archiv lassen sich weiterführende Unterlagen finden? Alte Dokumente oder Kirchenbucheinträge sind nicht zu entziffern? Welche Recherchemöglichkeiten existieren im benachbarten Ausland?
An diesem Abend haben Sie in einer Kleingruppe Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen und Lösungen zu erarbeiten. Profitieren Sie vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und erhalten Sie Tipps zur Fortsetzung Ihrer Forschung.
Der Referent Thomas Kriete, Mitglied der "Arbeitsgruppe Familienforschung Kreis Herford", stellt zunächst kurz die neuesten Entwicklungen in der Ahnenforschung vor und steht dann für Ihre Fragen zur Verfügung.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Alte Schätzchen - historisches Spielzeug einordnen und schätzen lassen (172-12257)

So. 05.11.2017 16:00 - 18:00 Uhr, Heimatmuseum
Dozentin: Siegfried Israel

Mit dem eigenen alten Spielzeug verbinden wir besondere Erinnerungen, schon allein dadurch ist es für uns besonders wertvoll. Viele "alte Schätzchen" sind über die Jahre tatsächlich zu kleinen Schätzen geworden, ihre Seltenheit macht sie zu gesuchten Sammlerstücken.
Im Spielzeugmuseum im Mühlenkreis finden besondere Erinnerungen und alte Schätze gleichermaßen ihren Platz. Und an diesem Abend helfen Ihnen die Museumsleiter Sigrid und Siegfried Israel, Ihre alten Schätzchen einzusortieren: Bringen Sie Ihr altes Spielzeug mit ins Heimatmuseum der Stadt Löhne und erfahren Sie mehr über seine genaue Herkunft, Alter oder Seltenheitswert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt. Die Beratung ist entgeltfrei - die Museumleiter freuen sich über eine Spende für ihr Spielzeugmuseum.

Plätze frei Schlössertour Besuch der Schlösser Neuenheerse und Wendlinghausen (172-18150)

Do. 05.10.2017 7:30 - 18:30 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz hinter der Werretalhalle
Dozentin: Waltraud Troche

Zwei wenig bekannte Kleinode sind das Ziel dieser Tagesexkursion. Am Vormittag wird Schloss Neuenheerse bei Bad Driburg besucht. 868 als Damenstift vom Bischof von Paderborn errichtet, wurde die Anlage schon 871 unter die Schirmherrschaft des Reiches gestellt und später zum Kaiserlichen Freiweltlichen Hochadeligen Damenstift Heerse. Seit 1810 in privater Hand erwarb im Jahr 1989 der Honorargeneralkonsul Schröder das Schloss, ließ es aufwändig renovieren und machte seine private Sammlung, die über Jahrzehnte aus weltweiten Aufenthalten zusammengetragen wurde, der Öffentlichkeit zugänglich. So beherbergt das Wasserschloss heute das "Internationale Museum für Naturkunde, Ethnographie, Völkerkunde und Europäisches Kulturgut". Und auch der Schlosspark beeindruckt: Hier steht die aus dem frühen 12. Jahrhundert stammende Stiftskirche St. Saturnina, die auch als Eggedom bezeichnet wird und deren Brunnen im Innern in Belagerungszeiten zum Überleben der Einwohner von Heerse diente.
Nach einer anschließenden Stärkung bei einem ausgedehnten Frühstück im Landgasthof Ikenmeyer steht am Nachmittag das Wasserschloss Wendlinghausen auf dem Programm. Das Schloss wurde im Stil der Weserrenaissance Anfang des 17. Jahrhunderts von Hilmar von Münchhausen errichtet und nie einem Zeitgeschmack entsprechend umgebaut. Hilmar von Münchhausen war der Ahne des berühmten Lügenbarons, der wegen seiner Erzählkunst gerngesehener Gast auf Schloss Wendlinghausen war und dort ein eigenes Gästezimmer hatte. Das Schloss wurde von 2001 bis 2003 von den Nachfahren des Erbauers, der Familie von Reden, umfassend restauriert. Ein besonderer Anziehungspunkt des Schlosses ist außerdem der im englischen Stil angelegte Park, der wegen seiner botanischen Besonderheiten im "European Garden Heritage Network" geführt wird und zu den bedeutendsten Gartenlandschaften Ostwestfalens zählt.
Im Reisepreis sind die Kosten für Busfahrt, Frühstück im Gasthof Ikenmeyer, Führungen und Reiseleitung enthalten.

Plätze frei Die Druckerei im Heimatmuseum Löhne öffnet ihre Türen. (172-31165)

Sa. 11.11.2017 15:00 - 17:00 Uhr, Heimatmuseum
Dozent: Herbert Birk

Ein Kleinod der Museumswelt von Löhne ist eine kleine Buchdruckerei im Heimatmuseum. Jünger der "Schwarzen Kunst" haben aus Löhne und Umgebung Materialien und Werkzeuge des Gutenbergschen Verfahrens gesammelt und zeigen die Anwendung des Buchdruckverfahrens, wie es bis in die 1980er Jahre noch alltäglich genutzt wurde. Der Kernbestand der Druckerei entstammt der ehemaligen Buchdruckerei Schmidt.
Die Druckerei wird an diesem Tag geöffnet und dem interessiertem Publikum vorgestellt. Es können unter Anleitung auch eigene Werkstücke, z.B. Weihnachtskarten, erstellt werden. Damit das Gedränge in der kleinen Druckwerkstatt nicht zu groß wird, ist eine Anmeldung bei der VHS Löhne unter Tel.: 05732 / 100-588 erwünscht.