Programm / Programm / Politik, Gesellschaft, Umwelt / Geschichte, Heimatkunde
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Kurs abgeschlossen Geheime Orte in Ostwestfalen Vortrag mit Buchvorstellung (171-12218)

Mi. 15.03.2017 19:00 - 20:30 Uhr, Heimatmuseum
Dozent: Wolfgang Braun

Der Journalist Wolfgang Braun hat für seinen Ausflugsführer "Geheime Orte in Ostwestfalen" (erschienen im Nicolai-Verlag, München) Ziele gesucht, die nicht im Reiseführer stehen. So hat er frühneuzeitlichen Hexenteiche unter einer Eisenbahnbrücke bei Rinteln aufgesucht, Findlinge bei Lage gefunden, die Steinzeitmenschen zur Kalenderbestimmung dienten, oder Hügelgräber aus der Bronzezeit in der Senne besucht und beschrieben.
An diesem Abend wird er nochmals - aufgrund der großen Nachfrage im Herbstsemester - sein Buch in einer Lesung mit Bilderschau mehr erzählend als lesend vorstellen. Die 17 Orte erstrecken sich von den Saurierfährten bei Lübbecke im Norden bis hin zu Schloss Corvey, wo der Stab Speer im Dritten Reich gigantomanische Bauten nach dem "Endsieg" plante, und zur geheimnisumwitterten Iburg im Süden Ostwestfalens. Viele Zeitabschnitte werden berührt: So neben der Steinzeit und der frühen Neuzeit auch die Zeit nach der französischen Revolution mit Hölderlins Liebesleben in Bad Driburg, das 18. Jahrhundert mit dem geheimen Tatort des historischen Judenmords bei Brakel, auf dem die Kriminalnovelle "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff basiert. Das dritte Reich hat mit unterirdischen Produktionsstätten bei Minden und Porta Westfalica und einem geheimen Tanklager bei Altenbecken seine Spuren hinterlassen, und aus dem kalten Krieg stehen noch Reste einer Raketenstellung im Wald zwischen Höxter und Brakel.
Wolfgang Braun war in leitender Position in den Lokalredaktionen des Westfalen-Blattes in Minden und Höxter tätig. Vor wenigen Monaten ist sein Buch "Geheime Orte im Weserbergland" erschienen. Er arbeitet an "Geheime Orte im Harz".
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Jahrhundertelang ist Katharina von Bora nur als Ehefrau des großen Reformators wahrgenommen worden. Ihr Leben ist weitgehend im Dunkel geblieben, aber man darf mit Recht die Frage stellen, ob Luther so weit und nachhaltig gewirkt haben könnte ohne diese Frau an seiner Seite. Woher hätten wir von seinen Tischreden erfahren, wenn es doch diese geselligen Mahlzeiten ohne Katharina gar nicht gegeben hätte, wer hätte ihn gepflegt während seiner zahlreichen Krankheiten, wer hätte ihn aufgebaut, wenn er wieder in Depressionen verfallen war?
Mit vielen Bildern spürt die Referentin Karin Koenemann in einem Vortrag dem Leben der Katharina von Bora nach. Außerdem servieren die Landfrauen Löhne an diesem Abend kleine Snacks und Leckereien - original angerichtet nach Rezepten aus der Zeit Martin Luthers.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landfrauenverband Löhne, dem Heimatmuseum Löhne und der ev. Erwachsenenbildung statt.

Kurs abgeschlossen Martin Luthers Reformation - Vom ewigen Heil und zeitlichen Wohl des Menschen Vortrag (171-12225)

Mi. 26.04.2017 19:00 - 20:30 Uhr, Heimatmuseum
Dozent: Dr. Christof Windhorst

Dass Martin Luther die "95 Thesen" über die "Kraft des Ablasses" vom 31. Oktober 1517 an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlagen hat, ist von vielen Generationen evangelischer Christen wie der Gründungsakt des Protestantismus angesehen und gefeiert worden. Es war die Einladung zu einer theologischen Diskussion einer für die Kirche gewiss hochbrisanten Frage nach Verständnis, Brauch und Missbrauch des Ablasses als Freikauf von Kirchenstrafen.
Im Oktober 2017 ist dieses Ereignis Anlass zu einer 500 Jahrfeier der Evangelischen Kirche geworden. Luther ist besorgt, falsches Verständnis und Missbrauch des Ablasses könnte die Menschen nicht nur um das ewige Heil, sondern auch um ihr zeitliches Gut bringen. Wie gelebter Glaube und verantwortlicher Umgang mit Geld des einzelnen Menschen und der ganzen Kirche Luthers Denken und Handeln bestimmen und zukünftig prägen wird, zeichnet sich schon in diesem Grundlagenpapier des Protestantismus ab.
In diesem Vortrag sollen ausgehend von den "95 Thesen" das Verhältnis von Glauben und Handeln des Christenmenschen oder von Religiosität und die Sozialität im Werk Luthers zur Sprache gebracht und in seinen Auswirkungen in Pietismus und Erweckungsbewegung kurz aufgezeigt werden.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum und begleitend zur Ausstellung ""Martin Luther und der kulturelle Wandel im konfessionellen Zeitalter" statt ( s. Seite ).

Kurs abgeschlossen "Ein Buch mit sieben Siegeln" Rundgang mit Sprichwörtern im Heimatmuseum (171-12228)

Fr. 07.04.2017 19:00 - 20:00 Uhr, Heimatmuseum
Dozentin: Sonja Voss

Martin Luther hat die Entwicklung der deutschen Sprache erheblich beeinflusst. Bei einem Rundgang durch die Sonderausstellung "Martin Luther und der kulturelle Wandel im konfessionellen Zeitalter" sowie durch die Dauerausstellung im Heimatmusem werden Redensarten und Sprichwörter vorgestellt, die Luther mit seiner Bibelübersetzung geprägt hat.
Der Rundgang findet in Kooperation mit dem Heimatmuseum statt.

Kurs abgeschlossen Geschichtswerkstatt Löhne: Der Geschichte auf der Spur (171-12232)

Mo. 06.03.2017 (17:00 - 18:30 Uhr) - Mo. 08.05.2017, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozent: Wolfhard Jording

Die Geschichte vor Ort aufspüren, Löhner Geschichte erinnern, bewahren und weitergeben - das ist Ziel der Geschichtswerkstatt. Sie richtet sich an alle Interessenten, die sich mit der Löhner Geschichte beschäftigen möchten und gemeinsam in spezifischen Arbeitsgruppen einzelne Aspekte der Löhner Geschichte vertiefen möchten (wie z.B. Nationalsozialismus und Kriegsende in Löhne, Entwicklung des Löhner Bahnhofs, Geschichte der Ulenburg oder Erforschung der eigenen Familiengeschichte). Es werden verschiedene methodische Herangehensweisen - wie Werkstattgespräche, Zeitzeugengespräche, Archivarbeit, wertschätzende Biographiearbeit - vorgestellt, die sich ergänzen und die nach individueller Vorliebe angewandt werden können. So werden durch Mitarbeit in der Geschichtswerkstatt kleinere oder größere Projekte umgesetzt mit dem Ziel, Löhner Geschichte zu erfassen und erfahrbar zu machen.
Die Geschichtswerkstatt lebt vom Interesse und den Beiträgen aller Teilnehmenden - bringen Sie gerne Ihre Fragen, Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen und Themen mit!
Die Geschichtswerkstatt ist eine Kooperation der Volkshochschule mit dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne und der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Kurs abgeschlossen Erzählcafé Thema: Hosenkrieg, Kino und Musik - Jugend in den 50er Jahren (171-12234)

Do. 18.05.2017 15:00 - 16:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Sabine Lucia Müller

Erzählen, zuhören, erinnern, erfahren - wir laden Sie herzlich ein zum 5. Löhner Erzählcafé. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Erinnerung an damals wecken, mit Fotos und Erinnerungsstücken auf Spurensuche gehen, Lebenserfahrungen austauschen und für die Gegenwart nutzen.
Diesmal soll es um Jugend in Löhne gehen, mit Blick vor allem auf die 50er Jahre, aber auch auf andere Zeiten: Wo traf sich die Jugend? Welche Freizeitangebote gab es? Wieviel Freizeit hatte man überhaupt? Welche Musik hörte man? Wozu tanzte man? Wo konnte man ins Kino gehen? Wo ging man schwimmen? Welche Vereine und Gemeinschaften gab es? Welche elterlichen Kontrollen gab es? Gab es Rivalitäten zwischen unterschiedlichen Löhner heutigen Stadtteilen? Erinnern Sie sich an "Halbstarke" oder eine eigene, trotzige Zeit? Wo und wann lernten Sie Moped- oder Autofahren? Und nicht zuletzt: Gab es Streit, weil Mädchen Hosen tragen wollten?
Zum Erzählcafé sind Interessierte aller Generationen herzlich eingeladen (auch wenn Sie Ihre Jugend nicht in Löhne verbracht haben) - sei es, um selbst von Erlebnissen zu berichten, um in Erinnerungen zu schwelgen oder auch nur, um den Erinnerungen anderer zu lauschen, um Bilder anzusehen (bringen Sie gern einige Fotos oder Erinnerungsstücke mit!) und ins Gespräch zu kommen. Begleitet und moderiert wird das Erzählcafé von Sabine Lucia Müller. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Spende für Kaffee und Kuchen wird erbeten.
Das Erzählcafé ist eine Kooperation der Volkshochschule mit dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne, der Evangelischen Erwachsenenbildung, dem Hospizkreis Löhne und der Stadtbücherei Löhne.

Kurs abgeschlossen Ahnenforschung für Einsteiger/-innen (171-12240)

Mo. 27.03.2017 (19:00 - 20:30 Uhr) - Do. 06.04.2017, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozent: Thomas Kriete

Wer waren meine Vorfahren? Wo wohnten und wie lebten sie? An drei Abenden wird Ihnen der Einstieg in die Ahnenforschung mit vielen Hinweisen und konkreten Beispielen erleichtert. Zunächst werden die Grundlagen für die Erstellung einer Ahnentafel vermittelt und die systematische Vorgehensweise zur Ermittlung der Vorfahren aufgezeigt. Schwerpunkt am zweiten Abend ist die Archivbenutzung. Joachim Kuschke, der Leiter des Löhner Stadtarchivs, wird die Archivbenutzung erläutern und wichtige Tipps geben. Auch die weiteren für die Region zuständigen Archive werden vorgestellt und Recherchemöglichkeiten im Internet erläutert. Der letzte Abend steht für Ihre individuelle Ahnenforschung zur Verfügung. Bringen Sie alte Dokumente oder Fotos mit und starten Sie mit der Aufstellung Ihrer Vorfahren.
Der Referent Thomas Kriete, Mitglied der "Arbeitsgruppe Familienforschung Kreis Herford", ist seit vielen Jahren aktiver Ahnenforscher und kann aus praktischer Erfahrung berichten.

Kurs abgeschlossen "Als das Wünschen noch geholfen hat..." Über deutsche Märchen und Sagen Seniorengesprächskreis (171-14123)

Mi. 05.04.2017 10:30 - 12:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Dr. Hanna Dose

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gelten als typisch deutsches Kulturgut. Figuren wie Rotkäppchen, Schneewittchen oder Frau Holle sind auch heute noch allgemein bekannt. Aber was wissen wir über die Entstehung dieser Geschichten? Wann und wo wurden sie erzählt und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Wovon erzählen Märchen und Sagen, welche Funktion haben sie und worin liegt der Unterschied zwischen den beiden Erzählformen?
Diese und andere Fragen kann niemand besser beantworten als Dr. Hanna Dose, Leiterin des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums in Bad Oeynhausen.
In einem bebilderten Vortrag wird sie über die Entstehung und Bedeutung von Sagen und Märchen berichten und auch offene Fragen klären.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Seniorenbeirat statt.

Kurs abgeschlossen Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945 Besuch der Ausstellung "Ideologie und Terror der SS" (171-18168)

Sa. 18.03.2017 8:30 - 17:00 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz hinter der Werretalhalle
Dozent: Wolfhard Jording

Die Wewelsburg ist Deutschlands einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Zwischen 1603 und 1609 wurde sie im Stil der Weserrenaissance als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe hoch über dem Almetal erbaut. Als Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 wird hier heute in der viel beachteten Ausstellung "Ideologie und Terror der SS" umfassend über die Geschichte der Schutzstaffel (SS) der NSDAP informiert.
Durch ihre Geschichte im "Dritten Reich" bietet sich die Wewelsburg dabei als Erinnerungs- und Gedenkort in besonderer Weise an. Denn durch die geplante Einrichtung eines ideologischen Zentrums für die SS ist sie ein Ort der Täter, die Einrichtung eines Konzentrationslagers machte sie zu einem Ort der Opfer. Diese Geschichte der Wewelsburg im "Dritten Reich" lässt sich jedoch nicht ohne Rückgriff auf die allgemeine Geschichte der SS erklären. Aus diesem Grund präsentiert die viel beachtete Ausstellung - untergebracht in den historischen Räumen des ehemaligen SS-Wachgebäudes - die Gesamtgeschichte der SS in großer Breite und es wird die lokale Geschichte der SS-Tätigkeiten und des örtlichen Konzentrationslagers in die umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel eingebettet.
Im Rahmen eines geführten Rundgangs durch die Ausstellung werden die lokale Geschichte der SS in Wewelsburg und des dortigen Konzentrationslagers sowie eine Gesamtdarstellung der SS erörtert. Außerdem werden die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach dem Krieg und die heutige Rezeption des historischen Ortes Wewelsburg angesprochen. Im Anschluss an die Führung durch die Dauerausstellung besteht die Möglichkeit, an einem Besuch des ehemaligen KZ-Geländes teilzunehmen. Die Exkursion findet in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Löhne und dem Stadtarchiv Löhne statt. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Bei Anmeldung geben Sie bitte an, ob Sie mit eigenem PKW fahren oder auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen sind.

Einen außergewöhnlichen Eindruck in das klösterliche Leben und eine hochinteressante Ausstellung zum Luther-Jahr erleben Sie auf dieser Tagesexkursion zum Kloster Dalheim. Zunächst genießen Sie die schönsten Seiten der eindrucksvollen Klosteranlage: Sie entdecken nicht nur die mittelalterliche Baukunst der spätgotischen Klausuranlage und gehen in der Dauerausstellung auf Spurensuche durch 1700 Jahre Klosterkultur, sondern Sie erfahren auch viel Wissenswertes über klösterliche Heilkunde direkt im Lehrgarten der revitalisierten Barockgärten.
Außerdem werden Sie die vielbeachtete Ausstellung "Luther. 1917 bis heute" besuchen, die Sie durch die jüngsten 100 Jahre der deutschen Geschichte führt. Denn mit den Zeiten wandelt sich auch das Bild des Reformators: Beginnend im Kriegsjahr 1917 erscheint Luther zur 400-Jahrfeier des Thesenanschlags an vorderster Front als Nationalheld des Kaiserreichs. Sein Choral "Ein feste Burg" wird zur Durchhalteparole für die Soldaten im Ersten Weltkrieg. Nur 15 Jahre später vereinnahmen die Nationalsozialisten ihn als Protagonisten der politischen Propaganda. Und die Haltung des SED-Regimes in der DDR bewegt sich zwischen Ablehnung und Aneignung der Figur Luther. Doch welches Verhältnis hatten Bürger und Politik auf dieser Seite der Mauer in der Bundesrepublik Deutschland zu dem Reformator? Und wie stehen wir heute, 500 Jahre nach den Thesen von Wittenberg, zu Luther?
Im Reisepreis sind die Kosten für die Busfahrt, Führung nd Eintrittsgelder sowie für die Reiseleitung enthalten.