Programm / Programm / Politik, Gesellschaft, Umwelt / Politik, Zeitgeschehen
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Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Rückkehr nach Afghanistan? Zur aktuellen Sicherheitslage und Überlebenschancen im Land (181-11108)

Mi. 07.02.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Friederike Stahlmann

Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar und bewirbt die freiwillige Rückkehr von Asylsuchenden.
Der Vortrag diskutiert die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden. Besonderer Schwerpunkt hierbei liegt auf den vielfältigen Sicherheitsrisiken in Afghanistan, den Gefahren in Städten wie Kabul und der besonderen Situation von Rückkehrern aus Europa. Im Fokus stehen hierbei alleinstehende, meist junge Männer, bei denen regelmäßig davon ausgegangen wird, dass sie trotz der prekären Sicherheitslage im Land ausreichend sicher wären und ein Auskommen finden könnten.

Die Referentin, Friederike Stahlmann, kann hierfür nicht nur auf ihre eigenen Erfahrungen im Land und langjährige Forschungen zu Afghanistan zurückgreifen, sondern ist auch als landeskundliche Expertin in Asylverfahren bei Gerichten tätig. In der Diskussion bietet sich daher auch die Gelegenheit, Fragen zur Anerkennungspraxis durch das Bundesamt und die Verwaltungsgerichte zu stellen und zu diskutieren.
Die Veranstaltung findet in Kooperation der VHS Löhne und dem Migrationsbüro der Stadt Löhne statt.

Zur Person: Friederike Stahlmann arbeitet am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale) und promoviert dort Provinz Bamyan.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Die Türkei unter Erdogan: quo vadis? Vortrag mit Diskussion (181-11110)

Fr. 23.02.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozentin: Dr. Burak Çopur

Der Politikwissenschaftler, Türkei-Experte und Migrationsforscher Dr. Burak Çopur wird in seinem Vortrag zur Türkei unter Staatspräsident Erdogan eine Bestandsaufnahme liefern, die das Land als einen "failing state" beschreibt,also einem Staat, der in vielen politischen Bereichen verfällt. Ob sich dieser Trend mit der Wiederwahl Erdogans bei der Präsidentschaftswahl 2019 fortsetzen wird oder ob die türkische Opposition einen starken gemeinsamen Gegenkandidaten mit einem alternativen Zukunftsprogramm präsentieren kann, wird für die Türkei zu einer Schicksalsfrage werden, über die es sich lohnt, gemeinsam zu diskutieren.
Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.

Zur Person: Dr. Burak Çopur ist promovierter Politikwissenschaftler, Türkei-Experte und Migrationsforscher. Er wurde in Ankara geboren und kam als Dreijähriger mit seiner Familie nach Deutschland. Çopur machte Abitur, studierte dann an den Universitäten Duisburg-Essen und der University of New South Wales sowie am Institute of Languages in Sydney/Australien. 2011 wurde er von einer Jury um die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth zu einem der 100 erfolgreichsten Deutsch-Türken ausgewählt.
Seine Forschungsschwerpunkte sind neben der Integrations- und Migrationsforschung insbesondere die Türkeiforschung. Er hat zahlreiche nationale und internationale Vorträge rund um Türkei- und Migrationsfragen gehalten und publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften und Zeitungen. Darüber hinaus ist er ein gefragter Gesprächspartner und Talkshowgast in Medien wie Anne Will und dem ARD-Presseclub.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Der Diesel: Aufstieg und Fall einer deutschen Technologie Vortrag mit Diskussion (181-11111)

Di. 06.03.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel

Der Dieselmotor galt lange als ein Beitrag zum Energiesparen, zum Umwelt- und Klimaschutz. Wieso hat sich diese Bewertung so gründlich verschoben? Wieso hat der Dieselmotor in Amerika nie ein Umweltimage bekommen, sondern wurde als rußende Dreckschleuder wahrgenommen? Wie konnte es in Deutschland zum „Diesel-Skandal“ kommen, im Zuge dessen mehrere Millionen Fahrzeuge 2017 aufgrund manipulierter Software in die Werkstätten zurückgerufen wurden und ranghohe Manager festgenommen wurden?

Der Vortrag konzentriert sich zunächst auf die Geschichte des Dieselmotors, da hierdurch die enge Beziehung gerade der Deutschen mit dieser typisch deutschen Erfindung deutlich wird. Es folgt ein kurzer Rückblick auf die Abfolge der Ereignisse, die zum „Diesel-Skandal“ führten und an den sich eine Reihe von Fragen anschließen wie z.B.:

- Warum Ingenieure der deutschen Autohersteller zu dem Betrug bereit waren?
- Warum die Unternehmen die Manipulationssoftware millionenfach eingebaut haben?
- Wie die Zukunft des Autos und der Automobilindustrie aussieht?

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Eine Veranstaltung der VHS-Löhne in Kooperation mit der GEW und Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e. V.

Zur Person: Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel, geboren 1961 in Münster, studierte von 1983 bis 1989 Maschinenbau, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Hannover und München. Er ist Ingenieur und Historiker und ist nach mehreren Stationen, u.a. als langjähriger Leiter des Zentrums Technik und Gesellschaft, seit 2013 Professor für Arbeit, Technik und Partizipation der Technischen Universität Berlin. Von 2008-2014 war er Präsident der International Association for the History of Transport, Traffic and Mobility (www.t2m.org). Er ist Sprecher des Studiengangs „Sustainable Mobility Management“ an der TU Berlin (http://master-in-energy.com/courses/sustainable-mobility-management/). Seine Forschungsschwerpunkte sind Mobilitätsgeschichte, Zukunft der Mobilität, Partizipative Technikgestaltung. Neuere Veröffentlichung: Martin Schiefelbusch, Hans-Liudger Dienel (Hg.): Linking Networks: The Formation of Common Standards and Visions for Infrastructure Development (Transport and Society). Abingdon: Ashgate 2014.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Der Kommunismus in seinem Zeitalter Ausstellung (181-11176)

Di. 23.01.2018 (20:00 - 21:30 Uhr) - Mo. 16.04.2018, Werretalhalle, 1. UG
Dozentin:

2017 jährte sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass beschreibt die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Diese waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden.

Die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ umfasst 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen, der die Ausstellung in Löhne am 23.1.2018 mit der Präsentation seines neuesten Buches "Die Farbe Rot" (2017), erschinen im C.H. Beck Verlag, eröffnen wird. Die VHS Löhne zeigt die Ausstellung vom 23. Januar bis 29. März 2018.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Die Farbe Rot Lesung, Diskussion und Ausstellungseröffnung (181-11177)

Di. 23.01.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Gerd Koenen

«Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes - ein Karminrot. Dies ist die Farbe
deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir.»

Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte des Kommunismus. Er lässt darin Philosophen, Revolutionäre, Politiker zu Wort kommen und beschreibt die Ursachen für die Anziehungskraft der kommunistischen Idee: Herrschaft und Unterdrückung, Elend und Armut der Ausgebeuteten. Die Meisterschaft seines einzigartigen Buches besteht darin, dass er vor Augen führt, warum der Kampf um soziale Gerechtigkeit in einer Welt des Kapitalismus bis heute legitim und aktuell ist – aber ebenso, wie und weshalb die Begegnung des Kommunismus mit der Geschichte in Terror und Paranoia endete.
Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.
Die Veranstaltung ist entgeltfrei für Schülerinnen und Schüler.

Gerd Koenen, geb. 1944, lebt als freier Historiker und Schriftsteller in Frankfurt am Main. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kommunistischen Bundes
Westdeutschland, war Redakteur des Stadtmagazins «PflasterStrand», Mitarbeiter von Lew Kopelew und für die polnische Bürger- und Gewerkschaftsbewegung
«Solidarnosc» aktiv. Seine Bücher «Utopie der Säuberung», «Das rote Jahrzehnt» und «Vesper, Ensslin,Baader» sind weithin beachtete Standardwerke. Im Jahr 2007 erhielt er für sein bei C.H.Beck erschienenes Buch «Der Russland-Komplex» den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Marx - der Unvollendete Lesung und Gespräch (181-11179)

Di. 06.02.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Jürgen Neffe

Karl Marx, der revolutionäre Querkopf und Vordenker des 19. Jahrhunderts, wird, seit der Kommunismus in seinem Namen - aber nicht in seinem Sinne - Geschichte ist, vielerorts wieder diskutiert. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe, wie es dazu kam – in Marx´ Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Weder Krankheit, Armut, Ehekrisen noch Familientragödien halten ihn davon ab, beharrlich an seinem Werk zu arbeiten. Als Erster hat Marx das unheimliche, übermächtige Wesen beschrieben, das die
Geschicke der Menschheit bis heute lenkt. Mit seiner Analyse eines entfesselten Systems sagte Marx die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus.
Jürgen Neffe zeichnet die Entwicklung der Marx‘schen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie nicht nur nach. Er erklärt seine ökonomischen Theorien in verständlicher Form und konfrontiert sie mit der Realität des krisengeschüttelten Kapitalismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und
Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.

Zur Person: Jürgen Neffe, geboren 1956, ist promovierter Naturwissenschaftler und studierte zudem Philosophie und Politische Wissenschaften. Als Journalist wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis. Besonderes Aufsehen erregte er als Autor der vielgerühmten Biografien über Albert Einstein und Charles Darwin, die beide Top-10-Bestseller waren.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei für Schülerinnen und Schüler.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Nachkriegskinder (181-11180)

Mi. 25.04.2018 19:30 - 22:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozentin: Sabine Bode

Die 50er Jahre: Zeit des Wirtschaftswunders und des Neuanfangs. Man schaute nach vorn.
Die Nachkriegskinder wurden aber in Familien hineingeboren, auf denen Kriegserlebnisse und Erfahrungen von Gefangenschaft, Vertreibung und Schuld lasteten. Wie hat sich all das auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt?

Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 - in West und Ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen.
Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Buch hilft den Angehörigen dieser Generation, die Ungereimtheiten im eigenen Lebenslauf zu verstehen und für sich neue Ressourcen zu entdecken.

Sabine Bode geht in ihrem neuen Buch den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben:
- Wer war mein Vater eigentlich - und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich?
- Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters?
- War er Täter oder Opfer oder beides?
- In welchem Umfang hat er von der NS-Zeit profitiert?
- Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt?
- Was habe ich von ihm »geerbt«?
- Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Volkshochschule, dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne und der Stadtbibliothek Löhne. Karten im Vorverkauf bei der VHS Löhne.
Zur Person: Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Christlich-islamischer Gesprächsabend Beginn der Zeit des Fastens im Christentum (181-11182)

Mi. 14.02.2018 19:00 - 21:15 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 3
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

Das Datum des heutigen Abends ist das des Aschermittwochs, der die vorösterliche Fastenzeit des Christentums markiert.
An diesem Gesprächsabend soll es um den Ursprung und die Bedeutung dieses Fastens gehen, und darum, wie sich die Fastentradition über die vergangenen Jahrhunderte gestaltete und veränderte. Wie immer soll das Thema mit einem Referenten aus der Gruppe heraus vorgestellt und im offenen Gespräch miteinander erörtert werden.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Christlich-islamischer Gesprächsabend Glaubens- und Gemeindezugehörigkeit durch Beschneidung oder Taufe in Islam und Christentum (181-11183)

Mi. 09.05.2018 19:00 - 21:30 Uhr, Gemeindehaus der ev. luth. Kirche Löhne-Ort, Bünder Str. 188
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

Als Ergänzung zu den Gesprächsabenden des vergangenen Semesters wird an diesem Abend diskutiert, welche Bedeutung und Verbindlichkeit die Taufe und die Beschneidung bezüglich der Zugehörigkeit zur christlichen oder islamischen Glaubensgemeinschaft besitzen. Wird beides zum Beispiel meistens an Kindern vollzogen, wirft das etwa die Frage nach der späteren Entscheidungsmöglichkeit Jugendlicher und Erwachsener auf.