Programm / Programm / Politik, Gesellschaft, Umwelt / Politik, Zeitgeschehen
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Das Thema Abschied begleitet uns ein Leben lang. Für Christine Westermann war es wie für viele Menschen von klein auf angstbesetzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschiednehmen zu einer häufig geübten Praxis wird, gelingt ihr ein offener, zugewandter Blick darauf. Mit unnachahmlichem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekommen ist.

»Zur letzten Sendung komme ich nicht«, sagte Christine Westermann scherzhaft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Alsmann moderierten preisgekrönten Fernsehsendung »Zimmer frei« auch nur zu denken war. So tief saß ihre Angst vor drohenden Abschieden, dass sie sich nur mit Humor oder totaler Verdrängung zu helfen wusste. Der Humor ist geblieben, aber Christine Westermanns Umgang mit dem Thema Abschied hat sich tiefgehend gewandelt. In ihrem Buch erzählt sie von großen und kleinen Verlusten. Wie schwer wiegt der Abschied von einem Freund, von dem man sicher war, dass er einen überleben würde? Wie leicht kann es sein, eine Stadt, einen Wohnort hinter sich zu lassen, um neu zu beginnen? Wie schwer ist es, an sich selbst zu bemerken, dass Schönheit und Attraktivität verblassen?

Natürlich ist die Furcht vor Verlust noch immer dabei, sie wird jedoch gepaart mit neuem Mut, Veränderung anzunehmen. Anekdotenreich, ernst und selbstironisch zugleich erzählt Christine Westermann von Erfahrungen und Situationen, die ihre Wahrnehmung geschult und sie auf einen neuen Weg gebracht haben.

Christine Westermann, am 2. Dezember 1948 in Erfurt geboren, ist bekannt als Radio- und Fernsehjournalistin. Nach langjährigen Stationen bei der »Drehscheibe« und der »Aktuellen Stunde« moderierte sie 20 Jahre lang zusammen mit Götz Alsmann die Sendung »Zimmer frei«, die mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Comedy-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2015 ist Christine Westermann Mitglied der ZDF-Sendung »Das literarische Quartett«. Dort wie auch in anderen Radio- und Fernsehsendungen (»Bücher« WDR 5, »Frau TV« WDR-Fernsehen, »Buchtipp« WDR 2) stellt sie Neuerscheinungen vor. 2010 erhielt sie den Ersten Deutschen Radiopreis in der Kategorie »Bestes Interview«. Christine Westermann hat bislang vier Bücher veröffentlicht: die Bestseller »Baby, wann heiratest du mich?« und »Ich glaube, er hat Schluss gemacht« und, gemeinsam mit Jörg Thadeusz, »Aufforderung zum Tanz«. »Da geht noch was« stand monatelang an der Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Kurs abgeschlossen Rückkehr nach Afghanistan? Zur aktuellen Sicherheitslage und Überlebenschancen im Land (182-11108)

Mi. 10.10.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Friederike Stahlmann

Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar und bewirbt die freiwillige Rückkehr von Asylsuchenden.
Der Vortrag diskutiert die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden. Besonderer Schwerpunkt hierbei liegt auf den vielfältigen Sicherheitsrisiken in Afghanistan, den Gefahren in Städten wie Kabul und der besonderen Situation von Rückkehrern aus Europa. Im Fokus stehen hierbei alleinstehende, meist junge Männer, bei denen regelmäßig davon ausgegangen wird, dass sie trotz der prekären Sicherheitslage im Land ausreichend sicher wären und ein Auskommen finden könnten.

Die Referentin, Friederike Stahlmann, kann hierfür nicht nur auf ihre eigenen Erfahrungen im Land und langjährige Forschungen zu Afghanistan zurückgreifen, sondern ist auch als landeskundliche Expertin in Asylverfahren bei Gerichten tätig. In der Diskussion bietet sich daher auch die Gelegenheit, Fragen zur Anerkennungspraxis durch das Bundesamt und die Verwaltungsgerichte zu stellen und zu diskutieren.
Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der VHS Löhne, dem Migrationsbüro der Stadt Löhne sowie mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.statt.

Zur Person: Friederike Stahlmann arbeitet am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale) und promoviert dort über die Provinz Bamyan.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Fabian Srowig: Extremismen im Vergleich Islamismus, Rechts- oder Linksextremismus - alles das gleiche? (182-11112)

Mi. 07.11.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozent: Fabian Srowig

Seit dem Terroranschlag am 11. September 2001 und den folgenden islamistischen Anschlägen weltweit steigt die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen zum Phänomen der Radikalisierung signifikant. Die Mehrzahl der internationalen Veröffentlichungen behandelt dementsprechend auch eine dschihadistische Radikalisierung in westlichen Gesellschaften hin zu einer extremistischen und politischen Auslegung des Islams. In der deutschsprachigen Forschung steht dem eine historische, traditionelle und gut etablierte Rechtsextremismusforschung gegenüber. Untersuchungen zu linksextremistischen Akteuren, Gruppen oder Bewegungen in Deutschland beziehen sich dagegen meist auf die siebziger und achtziger Jahre, in denen Gruppen wie die Rote-Armee-Fraktion aktiv waren. Aktuelle Studien und Publikationen zum Linksextremismus in Deutschland hingegen sind eher selten, auch wenn mit dem Aufkommen des Rechtspopulismus und Aktionen linksextremer Gruppen nun scheinbar auch zu diesem Bereich mehr wissenschaftliche Artikel publiziert werden. Fabian Srowig gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die verschiedenen Forschungen im Bereich des Extremismus und führt Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Aneignung extremistischer Denk- und Verhaltensmuster auf. Auch wenn Individuen sich aus unterschiedlichen Motiven eine radikale Ideologie aneignen, sind die Mechanismen, die dabei wirken - ob im politischen oder religiösen Extremismus -, zumindest auf der Ebene des Individuums vergleichbar.

Fabian Srowig besitzt einen B.A. in Soziologie und studiert Soziologie im Master. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. In seinen Forschungsprojekten untersucht er in Deutschland sozialisierte Jugendliche, die sich im Bereich des Dschihadismus radikalisiert haben. Seine Forschungsinteressen widmen sich der Kriminologie, Sozialisationstheorie, Jugendgewalt und Radikalisierung.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Im nächsten Leben ist zu spät - Ärmel hochkrempeln, Probleme lösen, glücklich sein (182-11116)

Di. 13.11.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozentin: Sina Trinkwalder

Viele Menschen leben in einem Gefühl der Unzufriedenheit. Sie leiden vielleicht unter ihrem Gewicht, ihrem Job, ihrer Beziehung, vielleicht wünschen sie sich, "mehr" aus ihrem Leben zu machen. Doch bei vielen bleibt es auch dabei, sie kommen über das Wünschen nicht hinaus. Sina Trinkwalder ist eine Macherin. Sie hat keine Scheu, Neues anzupacken. Sie weist einen gangbaren Weg aus Unzufriedenheit und Erstarrung. Zielgruppe sind alle, die wissen, dass etwas schiefläuft und die nicht wissen, wie sie es ändern sollen. Ihr persönliches Erfolgskonzept - nie den Kopf sinken zu lassen, sondern Probleme zu fixieren, anzugehen und zu lösen - präsentiert sie klar, nachvollziehbar und immer mit einem Augenzwinkern. Ein Buch für heute, denn: Im nächsten Leben ist zu spät!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Netzwerk "Frauen & Arbeitspolitik im Kreis Herford".

Zur Person: Sina Trinkwalder, Jahrgang 1978, studierte Politik und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach erfolgreichem Abbruch arbeitete sie über 10 Jahre als Geschäftsführerin ihrer eigenen Werbeagentur. 2010 wechselte sie die Seiten und gründete das erste textile Social Business in Deutschland: manomama. In dieser Kleidermanufaktur werden von ehemals arbeitslosen Näher/innen innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette ökosoziale Bekleidung und Accessoires produziert. Für ihr ökologisches und soziales Engagement wurde Sina Trinkwalder mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem ist sie vom Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung zum "Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2011" ausgezeichnet worden und erhielt 2015 das Bundesverdienstkreuz.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich "Warum Frauen Berge besteigen sollten" Eine Reise durch das Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner Filmvorführung (182-11117)

Di. 11.12.2018 17:30 - 19:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozentin: Monika Lüpke

Dieser Dokumentarfilm porträtiert die feministische Historikerin, Autorin und soziale Reformerin Gerda Lerner. Lerner war zweifellos eine der inspirierendsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Aufgrund der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte sie in die USA, war dort frühzeitig in der Bürgerrechtsbewegung engagiert und schrieb 1972 die Studien "Schwarze Frauen im weißen Amerika" und "die Entstehung des Patriarchats".
Durch ihre Werke trug sie zur Frauengeschichtsschreibung bei.

Darüber hinaus stellt der Film Fragen: Wo stehen Frauen heute? Inspiriert uns das Wissen über unsere eigene Geschichte, eine bessere Zukunft zu gestalten?

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Filmreihe 2018 zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht“ der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen im Kreis Herford, der Gleichstellungsstelle Löhne in Kooperation mit der VHS Löhne statt.

Kurs abgeschlossen Christlich-islamischer Gesprächsabend Thema: „Jüdisches Leben in Deutschland“ (182-11182)

Mi. 05.09.2018 19:00 - 20:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, 1. UG, Raum B
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

An diesem Abend möchten wir uns darüber unterhalten, wie sich jüdisches Leben in Deutschland in heutiger Zeit gestaltet und warum das so ist. Wie sind die geschichtlichen Entwicklungen einzuordnen, warum ist es so etwas Besonderes und Schützenswertes, dass es wieder jüdische Religion und Kultur in Deutschland gibt?
Nach den Schrecken des Nationalsozialismus stellt die jüdische Kultur nach wie vor eine große Bereicherung im deutschen Lebensalltag dar. Nach einer kurzen Einführung in das Thema durch Pfarrer Teofil Nemetschek, sind alle Intersssierten zum Austausch eingeladen.

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich Christlich-islamischer Gesprächsabend Thema: „Inhalt und Ablauf von muslimischem Freitagsgebet und christlichem Gottesdienst“ (182-11183)

Mi. 07.11.2018 19:00 - 21:15 Uhr, DITIP-Moschee, Werster Straße,zwischen Nr. 62 u. 64
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

An diesem Abend möchten wir erfahren, was in Freitagsgebet und Gottesdienst inhaltlich stattfindet und wie sich die Abläufe hier gestalten. Welchen Stellenwert hat beipielsweise das Gebet, wie wird gebetet, wo wird wann was gesungen und wie sieht es hinsichtlich der Predigt aus?
Nachdem wir uns im vergangenen Semester in der Löhne-Orter Kirche getroffen haben, steht nun ein Treffen in der DITIB Moscheegemeinde an. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Vorkenntnisse zum Thema sind (natürlich) nicht erforderlich!

Kurs abgeschlossen Tag der offenen Moschee - die Moscheegemeinde lädt ein (182-11185)

Mi. 03.10.2018 15:00 - 18:00 Uhr, Moscheegemeinde Bahnhofstraße 137
Dozentin: Christlich-islamische Dialoggruppe

Zum „Tag der offenen Moschee“ wird in diesem Jahr in Kooperation mit der Dialoggruppe und der VHS Löhne die Moscheegemeinde an der Bahnhofstr. 137 ihre Türen öffnen.
Menschen, die schon immer einmal eine Moschee besichtigen wollten, haben dann die Gelegenheit, bei einem leckeren Imbiss und dem guten türkischen Tee unter sachkundiger Führung die Moschee von innen zu erkunden.
Aber auch alle diejenigen, die schon "kundig" sind, werden Neues erfahren und sich einbringen können. Wie auch schon in den vergangenen Jahren, erwartet uns zu einem noch bekanntzugebenden Thema ein kleiner Vortrag mit anschließender Diskussion und die Möglichkeit sich zwanglos auszutauschen und gegenseitig kennenzulernen!

Anmeldung nicht erforderlich bzw. per Internet nicht möglich "Im Westen nichts Neues" - Die Entstehung von Erich Maria Remarques Antikriegsroman Ausstellung (182-12201)

Mo. 17.09.2018 (08:00 - 22:00 Uhr) - So. 28.10.2018, Werretalhalle, 1. UG (VHS-Flur)
Dozentin:

Erich Maria Remarques Roman "Im Westen nichts Neues" zählt zweifellos zu den bedeutendsten und international bekanntesten literarischen Zeugnissen zum Ersten Weltkrieg. Die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des 1928 erstmals publizierten Romans ist dabei bis heute von Legenden geprägt und von Lügen und Unwahrheiten verstellt. In der Ausstellung aus dem Verleih des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums Osnabrück wird die Entstehung, Veröffentlichung und Rezeption von "Im Westen nichts Neues" nachgezeichnet. An Hand von zum Teil erstmals gezeigten Originaldokumenten wird die Ausstellung die Geschichte von den ersten Entwürfen des Soldaten Remarques noch im Ersten Weltkrieg über die langwierige Konzeption des endgültigen Textes in der Weimarer Republik erläutern. Die mit der Publikation konzipierte Marketingkampagne des Ullstein-Konzerns hatte ebenso langfristigen Einfluss auf den Erfolg des Romans, wie die kontroverse Diskussion um Text und Verfilmung in den Jahren 1928 bis 1930 die Bedeutung von Im Westen nichts Neues als Antikriegs-Ikone verfestigte. Die Ausstellung zeichnet den Weg des Textes vom Autor Remarque bis zur Veröffentlichung der Buchausgabe nach, bezieht sowohl die Dokumente des Marketings als auch der Rezeption mit ein und gibt so ein detailliertes Bild der Geschichte eines Textes, der das Ende der Weimarer Republik einläutete.
Die Ausstellung ist vom 17. September bis 28. Oktober 2018 im 1. UG der Werretalhalle (VHS-Ebene) zu sehen.

Offizielle Ausstellungseröffnung
Montag, 1.10. 2018, 19.00 - 21:00 Uhr

Kurs abgeschlossen "Code of Survival" Die Geschichte vom Ende der Gentechnik Filmvorführung (182-13231)

Fr. 31.08.2018 19:00 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, VHS-Forum
Dozentin: Petra Wiese

"Bertram Veerhag zeigt in seinem preisgekröntem Dokumentarfilm mit beeindruckenden, spannungsvollen Bildern, die einem die Augen öffnen, wie einfach und überaus erfolgreich man mit der Natur arbeiten kann und nicht gegen sie. Das macht "Code of Survival" nicht nur zu einem sehenswerten Film, sondern zum Pflichtprogramm für alle, die Mut schöpfen wollen" (Evangelischer Pressedienst). Mut, Ideen und Engagement für das Bestehen der Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Sie braucht den Menschen nicht, aber wir brauchen diesen wunderschönen Planeten für unser eigenes Überleben. Zur Einstimmung auf die Tagung des Natuschutzbundes (Nabu) "Landschaft ist Leben" am 29. und 30.09.18 in der Marta in Herford möchte die Ortsgruppe Löhne des Nabu in Kooperation mit der VHS diesen eindrucksvollen Film zeigen. Erleben Sie an diesem Abend eine interessante Dokumentation über bereits praktizierte Möglichkeiten mit unserer Welt nachhaltiger und humaner umzugehen. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für den Nabu kann entrichtet werden.
Veranstalter der Filmvorführung ist die Nabu Ortsgruppe Löhne.



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