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Kurs abgeschlossen Die Farbe Rot Lesung, Diskussion und Ausstellungseröffnung (181-11177)

Di. 23.01.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Gerd Koenen

"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes - ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir."
Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte des Kommunismus. Er lässt darin Philosophen, Revolutionäre, Politiker zu Wort kommen und beschreibt die Ursachen für die Anziehungskraft der kommunistischen Idee: Herrschaft und Unterdrückung, Elend und Armut der Ausgebeuteten. Die Meisterschaft seines einzigartigen Buches besteht darin, dass er vor Augen führt, warum der Kampf um soziale Gerechtigkeit in einer Welt des Kapitalismus bis heute legitim und aktuell ist - aber ebenso, wie und weshalb die Begegnung des Kommunismus mit der Geschichte in Terror und Paranoia endete.
Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.
Die Veranstaltung ist entgeltfrei für Schülerinnen und Schüler.

Gerd Koenen, geb. 1944, lebt als freier Historiker und Schriftsteller in Frankfurt am Main. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kommunistischen Bundes Westdeutschland, war Redakteur des Stadtmagazins "PflasterStrand", Mitarbeiter von Lew Kopelew und für die polnische Bürger- und Gewerkschaftsbewegung
«Solidarnosc» aktiv. Seine Bücher "Utopie der Säuberung", "Das rote Jahrzehnt" und "Vesper, Ensslin, Baader" sind weithin beachtete Standardwerke. Im Jahr 2007 erhielt er für sein bei C.H.Beck erschienenes Buch "Der Russland-Komplex" den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung.

Kurs abgeschlossen Marx - der Unvollendete Lesung und Gespräch (181-11179)

Di. 06.02.2018 19:30 - 21:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Jürgen Neffe

Karl Marx, der revolutionäre Querkopf und Vordenker des 19. Jahrhunderts, wird, seit der Kommunismus in seinem Namen - aber nicht in seinem Sinne - Geschichte ist, vielerorts wieder diskutiert. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe, wie es dazu kam - in Marx´ Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Weder Krankheit, Armut, Ehekrisen noch Familientragödien halten ihn davon ab, beharrlich an seinem Werk zu arbeiten. Als Erster hat Marx das unheimliche, übermächtige Wesen beschrieben, das die
Geschicke der Menschheit bis heute lenkt. Mit seiner Analyse eines entfesselten Systems sagte Marx die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus.
Jürgen Neffe zeichnet die Entwicklung der Marx‘schen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie nicht nur nach. Er erklärt seine ökonomischen Theorien in verständlicher Form und konfrontiert sie mit der Realität des krisengeschüttelten Kapitalismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und
Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e.V.

Zur Person: Jürgen Neffe, geboren 1956, ist promovierter Naturwissenschaftler und studierte zudem Philosophie und Politische Wissenschaften. Als Journalist wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis. Besonderes Aufsehen erregte er als Autor der vielgerühmten Biografien über Albert Einstein und Charles Darwin, die beide Top-10-Bestseller waren.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei für Schülerinnen und Schüler.

Kurs abgeschlossen Nachkriegskinder (181-11180)

Mi. 25.04.2018 19:30 - 22:00 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozentin: Sabine Bode

Die 50er Jahre: Zeit des Wirtschaftswunders und des Neuanfangs. Man schaute nach vorn.
Die Nachkriegskinder wurden aber in Familien hineingeboren, auf denen Kriegserlebnisse und Erfahrungen von Gefangenschaft, Vertreibung und Schuld lasteten. Wie hat sich all das auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt?

Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 - in West und Ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen.
Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Buch hilft den Angehörigen dieser Generation, die Ungereimtheiten im eigenen Lebenslauf zu verstehen und für sich neue Ressourcen zu entdecken.

Sabine Bode geht in ihrem neuen Buch den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben:
- Wer war mein Vater eigentlich - und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich?
- Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters?
- War er Täter oder Opfer oder beides?
- In welchem Umfang hat er von der NS-Zeit profitiert?
- Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt?
- Was habe ich von ihm »geerbt«?
- Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Volkshochschule, dem Heimatverein/Stadtarchiv Löhne und der Stadtbibliothek Löhne. Karten im Vorverkauf bei der VHS Löhne.
Zur Person: Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR.

Kurs abgeschlossen Früher hab' ich nur mein Motorrad gepflegt Wie ein Sohn tapfer versucht, sich um seine alten Eltern zu kümmern (181-14120)

Di. 15.05.2018 20:00 - 21:30 Uhr, VHS, Werretalhalle, EG, Saal 2
Dozent: Bernd Gieseking

Kabarett von Sohn und Eltern, herrlich komisch, mit einem dramatischen Beginn: Der alte Vater ist gestürzt, "Serienrippenbruch". Gieseking wird klar, dass er sich um seine alten Eltern kümmern muss. Aber wie? Ins Häuschen zu ziehen wäre zu nah, so stellt er einen Wohnwagen in den Garten, um in Haus und Hof zu helfen. Er merkt aber schnell: die Eltern sind fitter als befürchtet und er selbst langsamer als gedacht. Gieseking lernt: Um wirklich zu helfen, muss er früh aufstehen! Ein sehr humorvolles wie rührendes Programm über das Erwachsenwerden als Erwachsener, über das Altwerden und -sein der eigenen Eltern, über Freundschaft, Liebe und Fürsorge.
Eine Veranstaltung der VHS Löhne in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Löhne.
Zur Person: Der Kabarettist und Autor Bernd Gieseking steht seit über zwanzig Jahren auf der Bühne. Er schreibt Kolumnen für die "Wahrheit"-Seite der "taz", Kinderhörspiele für den WDR Hörfunk sowie Bücher. Wenn er nicht schreibt, tourt er mit seinen Kabarettprogrammen sowie - jeweils in den Wintermonaten - mit seinem alljährlichen satirischen Jahresrückblick "Ab dafür!".

Kurs abgeschlossen Literatur-Gespräch (181-31120)

Do. 25.01.2018 (18:00 - 19:30 Uhr) - Do. 12.07.2018, VHS, Werretalhalle, 1. UG, Raum A
Dozentin: Sabine Lucia Müller

Sie lesen gerne, querbeet und unterschiedliche Genres? Hier sind Sie richtig! In entspannter, anregender Atmosphäre tauschen wir uns bei jedem Treffen zu einem gemeinsam gelesenen Text aus. Wir sind offen für neue Mitglieder - und für Ihre Buchtipps: Alle können sich mit ihren Vorstellungen einbringen. Im Austausch halten wir die Neugier auf Unbekanntes, Neues, aber auch auf Klassiker der Literaturgeschichte lebendig.

Kurs abgeschlossen Autorinnen- und Autorentreff Löhne (181-31162)

Mo. 15.01.2018 (18:30 - 20:00 Uhr) - Mo. 18.06.2018, Stadtbücherei Löhne
Dozentin: Rosmarie Saaksmeier

Schreiben ist eine Ausdrucksmöglichkeit, ein kreativer Umgang mit Worten, eine Möglichkeit sich Luft zu verschaffen, Erlebnisse zu bewältigen, sich einzumischen, Meinungen zu sagen, Ideen und Gedanken zu formulieren. Der Autorentreff bietet im Rahmen der VHS ein Forum für alle Interessenten an.
Jeder, der gerne schreibt, findet hier eine Plattform, um sich auszuprobieren, Meinungen einzuholen und aus dem geschriebenen ein ausgesprochenes Wort zu machen - eine Plattform, auf der voneinander gelernt werden kann, Erfahrungen ausgetauscht und vielleicht die ersten Schritte unternommen werden können, um eigene Werke in Form von gemeinsamen Aktivitäten der Öffentlichkeit vorzustellen. Egal, was Sie schreiben, ob Lyrik oder Prosa, Märchen oder Krimi, Kurzgeschichten, Satiren, Berichte, Liedertexte, Texte für Familie oder Feiern - es sind alle Genres willkommen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadtbücherei Löhne statt.

Kurs abgeschlossen "Draußen vor der Tür" - "Trümmerliteratur" am Beispiel Wolfgang Borcherts

Mi. 02.05.2018 (19:30 - 21:00 Uhr) - Mi. 16.05.2018, VHS, Werretalhalle, EG, Raum 1
Dozent: Ralf Paust

Das Anti-Kriegsstück "Draußen vor der Tür" ist das bekannteste Werk des ansonsten fast in Vergessenheit geratenen Wolfgang Borchert, das nicht nur als Theaterstück aufgeführt, sondern erstmalig 1947 vom damaligen NWDR als Radiohörspiel ausgestrahlt wurde. Borcherts schmales, etwa 300 Druckseiten umfassendes Werk, beinhaltet darüber hinaus auch Kurzgeschichten und Gedichte, die im Kontext der "Trümmerliteratur" von Bedeutung sind.
In diesem Seminar wollen wir uns mit Borcherts literarischem Werk beschäftigen und neben seinem bekanntesten Stück auch über einige seiner Kurzgeschichten diskutieren (z.B. "Nachts schlafen die Ratten doch"). Darüber hinaus sprechen wir über die ersten Nachkriegsjahre in Deutschland - eigene Erfahrungen können gern eingebracht werden - und stellen uns die Frage, ob Borcherts Motiv "Draußen vor der Tür" immer noch aktuell ist und uns wichtige Einsichten vermitteln kann. Wir schlagen einen Bogen in die Gegenwart und stellen uns die Frage, ob es nicht auch heute immer Situationen gibt, in denen sich Menschen "Draußen vor der Tür" befinden.

Kurs abgeschlossen "Zurückgeblättert" 14. "Löhner Art" des Löhner Autorentreffs (181-90001)

Fr. 09.03.2018 19:00 - 22:00 Uhr, Stadtbücherei Löhne
Dozentin: Rosmarie Saaksmeier

Wer blättert nicht gern einmal zurück? Die Löhner Autorinnen und Autoren haben für ihre Texte zurückblättert; in alten Fotoalben, in Büchern, in Erinnerungen, im persönlichem Leben. Herausgekommen sind die unterschiedlichsten Texte - Texte, die von Sehnsucht und Wehmut erzählen und voll Dankbarkeit an Vergangenes erinnern, aber auch voller Humor und den Verfasser selbstironisch auf die Schippe nehmend.
Vor der Lesung und während der Pause findet in der oberen Etage der Bücherei die Ausstellung "Art meets books" statt. Maler, Fotografen, Bildhauer, Kunsthandwerker usw. haben hier die Möglichkeit ihre Exponate einem interessierten Publikum zu präsentieren. Anmeldungen dafür nimmt die Stadtbücherei entgegen. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgen in der Pause ein Fingerfood-Büffet und Getränke.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadtbücherei Löhne statt.