Die Kenntnis gedroschenes Getreide mit Hilfe einer Kornwanne zu reinigen gelangte durch die Römer nach Nordwesteuropa und blieb bis ins 20. Jahrhundert fast unverändert in Gebrauch. Emsdetten war einer der wenigen Orte, in dem das Wannenmacherhandwerk Anfang des 16. Jahrhunderts Fuß fasste und über viele Generationen ausgeübt wurde. Die letzte Wannenmacherwerkstatt in Emsdetten wurde 1968 geschlossen, abgebaut und auf dem Hof Deitmar als Museum 1985 wiedereröffnet. Während einer Führung wird die körperlich anstrengende und aufwändige Flechtarbeit zur Herstellung der Wannen gezeigt, mit der die "Spreu vom Weizen" getrennt wird. Im Hauptgebäude des Hofes wird bei einer weiteren Führung die Entwicklung vom landwirtschaftlichen und vom Handwerk geprägten Dorf zur Industriestadt gezeigt. Nach einer Stärkung auf Holtkamps Deele in Ibbenbüren geht es zum Kloster Bentlage, das wunderschön in Rheine an der Ems gelegen ist. Es beherbergt eine Gemäldegalerie vom Landesmuseum Münster und eine Ausstellung der sakralen Kunstschätze des ehemaligen Klosters. Einmalig in dieser Art in Europa sind die "Reliquiengärten". Zwei altargroße Schreine mit Gebeinen wurden im 15. Jahrhundert von Zisterzienserinnen liebevoll über und über mit künstlichen Seidenblumen geschmückt. Nach der Entfernung der jahrhundertealten Staubschicht kamen die natürlichen Farben wieder zum Vorschein. Im Reisepreis sind die Busfahrt, Reiseleitung, Eintritt und Führungen im Wannenmachermuseum und Kloster Bentlage sowie ein Brunch auf Holtkamps Deele enthalten.
Bitte beachten Sie: Es gilt eine gesonderte Rücktrittsfrist von 14 Tagen vor Veranstaltungsbeginn.


Termin(e)

Di. 25.06.2019, 07:45 - 18:45 Uhr

8 Unterrichtseinheiten / 1 Termin


Entgelt

55,00 € / 55,00 € erm.


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Straße Ort
25.06.2019 07:45 - 18:45 Uhr   Treffpunkt: Parkplatz hinter der Werretalhalle